128 neue Wohnungen auf dem «Färbi»-Areal der Suva in Zofingen

Der Stadtrat Zofingen hat den aktualisierten Gestaltungsplan «Färbi» für die kantonale Vorprüfung freigegeben. Gleichzeitig findet das öffentliche Mitwirkungsverfahren statt. Der neue Gestaltungsplan basiert auf dem Siegerprojekt von Frei Architekten, Aarau, das in einem Studienauftrag in Sommer 2015 ausgelobt wurde. Das Grundstück, das der Suva gehört, soll nun in einer dritten Etappe mit weiteren 128 Wohnungen überbaut werden.

Im «Färbi»-Areal in Zofingen, welches südlich des Bahnhofs und der Altstadt liegt und im Westen an die SBB-Bahnlinie grenzt, wurden in den Jahren 1998 und 2008 von der Grundeigentümerin Suva in zwei Etappen eine Wohnüberbauung realisiert. Trotz rechtskräftigem Bauprojekt wurde damals der südliche Bereich noch nicht überbaut. Die Fläche der Parzelle beträgt 24‘652 m2 und liegt gemäss rechtskräftigem Bauzonenplan in der Wohn- und Arbeitszone WA4. Der heute noch unüberbaute Teil der Parzelle wird als Parkplatz genutzt und ist teilweise verbuscht.

Planungsgegenstand

Für das «Färbi»-Areal existiert ein rechtskräftiger Gestaltungsplan. In den Erdgeschossen der bestehenden Überbauung der zwei ersten Etappen liessen sich die Dienstleistungsflächen jedoch nicht vermieten. Die Gründe dafür sind unter anderem die nicht ideale Passantenlage, schwierige Anlieferungsmöglichkeiten und ungenügende Belichtung. Die Leerstände führten in der Folge zur Überprüfung des Nutzungskonzepts. Der aktualisierte Gestaltungsplan reagiert nun auf die veränderten Nutzungsbedürfnisse und schafft die Voraussetzung, mit dem bereits überbauten Teil gesamthaft einen architektonischen und qualitativ überzeugenden Stadtteil zu realisieren.

So rasch als möglich soll nun die dritte Etappe realisiert werden. Basis dafür ist das städtebaulich und architektonisch überzeugende sowie marktfähige Siegerprojekt von Frei Architekten, Aarau, das in einem Studienauftrag im Sommer 2015 ausgelobt wurde. Die Umsetzung dieses Richtprojekts des Studienauftrags bedingt die Anpassung des rechtskräftigen Gestaltungsplanes.

Bebauung, Baufelder und Nutzung

Die zulässige Nutzung im Planungsgebiet wird durch die Festlegung der maximal anrechenbaren Geschossfläche bestimmt. Es sind insgesamt 34`582 m2 vorgesehen. Dies entspricht einer Ausnützungsziffer von AZ = 1.40. Realisiert werden sollen insgesamt 128 Wohnungen unterschiedlicher Grösse. Dies entspricht einer Dichte 316 Personen/ha.

Neu sind zwei zusätzliche Geschosse vorgesehen. Das Richtprojekt sieht die Erstellung von ähnlich grossen Attikageschossen vor. Dadurch sind homogenere Bauten möglich. Es wird dazu eigens ein Bereich für Zusatzgeschosse definiert. Die Realisation eines zweiten Zusatzgeschosses – die Bau- und Nutzungsordnung der Stadt Zofingen lässt heute bei Gestaltungsplänen nur ein zusätzliches Geschoss zu – bedingt, dass die Teilrevision der aktuellen Bau- und Nutzungsordnung, welche sich im Moment im Gang befindet, abgeschlossen und in Rechtskraft erwachsen ist.

Die Erschliessung auch der neuen Überbauung soll über den Färbereiweg erfolgen. Das Parkieren ist unterirdisch vorgesehen. Dabei sind rund 70 zusätzliche Parkplätze vorgesehen.

Kantonale Vorprüfung und Mitwirkungsauflage

Der neue Gestaltungsplan «Färbi» schliesst eine Baulücke in zentraler, gut erschlossener Lage. Er berücksichtigt mit der Entwicklung eines weiteren sinnvoll verdichteten städtischen Quartiers die städtebauliche Strategie der Stadt Zofingen. Die künftige Überbauung bildet auch durch die Qualitätsverbesserung des bestehenden Aussenraums einen Mehrwert.

Das öffentliche Mitwirkungsverfahren findet während 30 Tagen ab dem 14. Oktober 2016 statt. Die Pläne mit den zugehörigen Erläuterungen können auf der Bauverwaltung während der Bürozeit eingesehen werden. Gleichzeitig wird der Gestaltungsplan kantonal vorgeprüft. Das eigentliche Auflageverfahren mit Einwendungsmöglichkeit wird nach Abschluss der kantonalen Vorprüfung durchgeführt.

21.10.2016