Breitling will Patrouille Suisse retten

Die Uhrenherstellerin Breitling will die Patrouille Suisse retten, indem sie der Schweiz ihre eigenen Jets zur Verfügung stellt – dies verkündete der Besitzer des Unternehmens in einem Communiqué.

Ein Schweizer Himmel ohne Patrouille Suisse? Das kann sich der Grenchner Pilot und Breitling-Besitzer Thédy Schneider kaum vorstellen. Als er am Mittwoch von Ueli Maurers Plänen erfuhr, war für den Unternehmer die Sache klar: Wenn nötig, würde Breitling die L39-Jets des Breitling-Jet-Teams der Schweiz zur Verfügung stellen.

Thédy Schneider ist empört über das geplante Grounding der Patrouille Suisse. Sein Vorschlag sei eine «patriotische Reaktion»: «Es ist untragbar, dass 50 Jahre ganz einfach ausgelöscht werden – aus finanziellen Gründen, die eigentlich landesweit gesehen einen minimalen Betrag ausmachen», erklärte Thédy in einem gestern erschienenen Communiqué. Die Firma Breitling besitzt seit acht Jahren eine eigene Kunstflugstaffel, die sich auf hohem Niveau behauptet.

Sollte es zu einer Einigung kommen, will Thédy die Jets in den Schweizer Farben bemalen und sie von Militärpiloten fliegen lassen. Das VBS wurde via Communiqué über Thédys Vorschlag informiert, habe aber von Breitling noch keine offizielle Bestätigung erhalten. «Wir haben das Communiqué von Breitling zur Kenntnis genommen. Solange die Zukunft der Patrouille Suisse nicht entschieden ist, ändert dies momentan aber nichts», hiess es.

Soll die Patrouille Suisse ähnlich wie Bertrand Piccards Erdumrundung Sponsoren erhalten? Hugues Hiltpold, der als FDP-Nationalrat auch Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission ist, schüttelt ungläubig den Kopf. «Ich kann Ueli Maurers Naivität noch immer nicht ganz nachvollziehen», sagte der Genfer der «Tribune de Genève».

16.2.2013