Fahrzeugpark der BL Fenster AG wird verkauft

Das Konkursverfahren der BL Fenster AG ist eingestellt – die Liquidationskosten sind zu hoch. nun werden Anhänger und Autos liquidiert.

Am 10. August wurde über die Firma BL Fenster AG in Veltheim der Konkurs eröffnet. Bereits per 27. September wurde das Verfahren eingestellt. Grund dafür: Die pfändbaren Aktiven reichen nicht für die Liquidationskosten aus. Beim Konkursverfahren der BL Fenster AG handle es sich um ein grosses Verfahren mit vielen beteiligten Gläubigern, heisst es seitens des Konkursamts Aargau in Brugg. Die Liquidationskosten betragen zwischen 60 000 und 70 000 Franken.

Diese Mittel seien nicht vorhanden. Dafür wird am Freitag nun in Zofingen der Fahrzeugpark der Firma liquidiert. Insgesamt elf Fahrzeuge – sieben Anhänger in verschiedenen Grössen, zwei Personenwagen und zwei Lieferwagen – kommen unter den Hammer. Um 16 Uhr geht es bei Jakob Aeschlimann Liquidationen an der Industriestrasse 2 in Zofingen los. Was mit dem restlichen Inventar und mit den Immobilien passiert, konnte das Konkursamt aus Datenschutzgründen nicht sagen. Und auch Samuel Lüscher, zuletzt Geschäftsführer der BL Fenster AG, war nicht mehr zu erreichen.

Das Unternehmen zählte nach eigenen Angaben zu einem der führenden Fensteranbieter in der Schweiz. Die Firma verfügte neben den Standorten Veltheim und Brugg auch über eine Ausstellung in Rothrist. Vor zehn Jahren habe die Firma vor der Entscheidung gestanden, den Maschinenpark zu vergrössern und zu modernisieren oder im Ausland Fertigprodukte zu beziehen, wie Samuel Lüscher zu einem früheren Zeitpunkt gegenüber der AZ sagte. Die BL Fenster AG habe sich bewusst für die Produktion in der Schweiz und die Nähe zum Kunden entschieden, um hochwertige Produkte sowie einen ausgezeichneten Service vor Ort bieten zu können.

2014 konnten die Produktionskapazitäten für Kunststoff-Fenster und Schiebetüren in Brugg ausgebaut werden. Die Produktion von Alufenstern und -türen, Eingangsfronten, Glasdächern sowie Balkonverglasungen blieb im Werk Veltheim angesiedelt. Vom Konkurs sind insgesamt 64 Mitarbeiter in Veltheim sowie am Produktionsstandort in Brugg betroffen.

Gegenüber der AZ sagte Lüscher, dass man bis zum Schluss gekämpft habe. Noch vor den Betriebsferien im Juli habe es danach ausgesehen, als könne ein Weg in die Zukunft gefunden werden, fuhr Lüscher fort. Grössere ausstehende Zahlungen sowie zusätzliche Unstimmigkeiten mit Generalunternehmen hätten schliesslich aber zum Aus des Unternehmens geführt. «Es ging einfach nicht mehr.»

Quelle: Aargauer Zeitung

12.10.2017