Geri Müller aus dem Amt gejagt

Wahlen Einwohnerrat Baden

Partei

Anzahl (+ - in Klammer)

FDP

11 (+1)

SP

9 (+ - 0)

CVP

7 (-1)

SVP

6 (-2)

Team Baden

8 (-1)

Grüne

4 (+1)

GLP

4 (+2)

EVP

1 (+ - 0)

Der Grüne Stadtammann von Baden wird vom Volk abgewählt, ihm gelingt nicht einmal die Wahl in den Stadtrat. Er wird sogar von zwei neuen Kandidatinnen überholt.

Eine solche Klatsche hatten Wahl-Beobachter nicht erwartet. Der amtierende Stadtammann Geri Müller wird vom Volk aus dem Amt gejagt. Die Stimmbevölkerung verweigert dem Grünen sogar die Wiederwahl als Stadtrat, weshalb Müller komplett aus der Badener Stadtregierung ausscheidet.

Zwei neue Kandidatinnen – eine davon ohne jede politische Erfahrung – überholen Geri Müller in der Endauszählung.

Wer es definitiv in die 7-köpfige Stadtregierung schafft, ist noch nicht klar. Wegen der hohen Stimmbeteiligung und der knappen Abstände ist die Auszählung noch nicht beendet. Auch wer neuer Ammann in Baden wird, ist noch offen.

Müllers Hypothek aus der von der «Schweiz am Wochenende» ins Rollen gebrachte Selfie-Affäre wog offenbar zu schwer. Im Vorfeld war immer wieder die Vertrauensfrage ein grosses Thema, jedoch waren sich auch Beobachter in Baden unschlüssig, wie fest der «Skandal» noch eine Rolle spielen würde. Das Stimmvolk hat diese Antwort nun gegeben.

Ruck zur Mitte im Einwohnerrat

Die Gewinnerin der Badener Parlamentswahlen ist die GLP. Die Grünliberalen erobern zwei zusätzliche Sitze und verdoppeln damit ihre Mandate. Dieser Gewinn geht auf Kosten der SVP, die zwei Sitze verliert und neu noch auf sechs VertreterInnen im Einwohnerrat kommt.

In der Mitte verschiebt sich ein Sitz von der CVP zur FDP, und die Grünen holen ein zusätzliches Mandat, welches der Lokalpartei Team Baden verloren geht. Die SP bleibt bei neun Sitzen und die FDP baut die Stärke als grösste Fraktion weiter aus. Die Freisinnigen holen einen Sitz und kommen nun auf elf Mandate.

Mit der Wahl vom Sonntag haben die Badener die politische Mitte gestärkt. Die FDP hat zusammen mit CVP und SVP neu noch 24 Sitze (zuvor 26), während SP, Grüne und Team bei 21 Mandaten verbleiben. Wichtiger wird künftig die Rolle der Mitteparteien GLP und EVP, die mit ihren nun 5 Sitzen die Mehrheiten im 50-köpfigen Rat bestimmen können.

Quelle: SRF

24.9.2017