Grünes Licht für weitere Zusammenarbeit der Aargauer Altstädte

Der Verein IG Aargauer Altstädte verstärkt den Dialog zwischen den Aargauer Altstädten mit dem Ziel, Synergien zu nutzen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen und damit die Altstädte zu stärken. Der Zofinger Stadtrat hat entschieden, den ursprünglich für drei Jahre gegründeten Verein für weitere zwei Jahre zu unterstützen.

Vor einem Monat trafen sich an der Generalversammlung des Vereins IG Aargauer Altstädte die Delegierten der zwölf Aargauer Altstädte und des Fleckens Bad Zurzach in Lenzburg. Wie Vereinspräsident und alt Regierungsrat Peter C. Beyeler verkünden konnte, haben wie Zofingen auch alle andern Städte ihre Unterstützung für den Verein und seine Projekte für die kommenden zwei Jahre zugesagt.

Seit seiner Gründung vor drei Jahren hat der Verein den Dialog zwischen den Aargauer Altstädten verstärkt. Er ist aufgeteilt in die drei Arbeitsgruppen: „Nutzer & Entwickler“, „Wirtschaft“ und „Tourismus, Kultur und Veranstaltungen“. Dank der Zusammenarbeit konnten durch Planungsbüros drei Studien erarbeitet werden, aus denen für die einzelnen Städte Empfehlungen formuliert werden konnten. Weiter wird durch die Arbeitsgruppe Wirtschaft ein Umsetzungspapier zum Thema „Aarau Freenet“ (gratis WLAN in Aarau) entwickelt, welches einfach für andere Städte übernommen werden kann. Und in der Arbeitsgruppe „Tourismus, Kultur und Veranstaltungen“ wurde der Fokus auf drei Themen gelegt, welche alle Altstädte verbinden. Zum einen ging es ums Thema „Weihnachten“, zum andern ums Thema „Märkte“ und zum Dritten ums Thema „Stadtführungen“.

Brigitte Albisser, Leiterin Stadtmarketing & Sport in Zofingen, vertritt Zofingen im Vorstand des Vereins und leitet zugleich die Arbeitsgruppe Tourismus, Kultur und Veranstaltungen.

Zofingen profitiert von der Zusammenarbeit

Zofingen kann von Studien profitieren, die speziell für Aargauer Altstädte erarbeitet worden sind und sich eine Stadt alleine kaum hätte leisten können. Hier sind vor allem die drei Studien der Arbeitsgruppe Nutzer und Entwickler spannend, bei denen es um die Typisierung der Altstädte geht und deren Potenzial in der nahen Zukunft, die nachhaltige Nutzung der Zofinger Altstadt mit all ihren Anspruchsgruppen sowie konkreten Empfehlungen für Regeln und Instrumente im Planungs-, Bau- und Verkehrsbereich. Diese Arbeiten richten sich hauptsächlich an Fachleute der Bauverwaltungen sowie an die Stadträtinnen und Stadträte, stehen aber auch allen Interessierten unter www.aargauer-altstaedte.ch frei zur Verfügung.

Der Verein stellte sich auch die Frage, wie es gelingen könnte, im Advent mehr Aufmerksamkeit auf Veranstaltungen zu lenken, da diese und die weihnächtlich geschmückten Städte oft kaum über die Stadtgrenzen hinaus strahlen. Daraus entstand die Idee der „Klingenden Lichterfeste“. Im Dezember 2016 realisierte die Arbeitsgruppe daher in den Städten Klingnau, Brugg, Rheinfelden und Bremgarten je ein klingendes Lichterfest als Pilot. Unter Einbezug der lokalen Bevölkerung und der Vereine wurde eine Abendveranstaltung durchgeführt, bei der ein markantes Gebäude der Stadt durch einen Lichtkünstler mit bewegten Bildern beleuchtet wurde. Zugleich fanden live Musikdarbietungen statt. Erfahrungsberichte sowie Angaben zur Umsetzung wurden schriftlich festgehalten, so dass weitere Städte nun bei der Austragung 2017 mitmachen und so mit geringsten Mitteln von der gegenseitigen Kommunikation profitiert können. In Zofingen wird das Lichterfest Teil der Cherzli-Nacht vom 1. Dezember 2017 sein.

Weiter können dank der Zusammenarbeit im Rahmen des Vereins im Herbst 2017 alle rund 100 Stadtführerinnen und Stadtführer des Kantons an einer auf sie abgestimmten Schulung teilnehmen. Eine gute Stadtführung ist beste Werbung für eine Stadt. In Zofingen werden jährlich rund 300 Stadtführungen durchgeführt. Besonders die thematischen Führungen, wie die Marktfrauenführung oder die Nachtwächterführung, geniessen grosse Beliebtheit.

Quelle: Stadt Zofingen

28.6.2017