Rettet Volksinitiative die Patrouille Suisse?

Gegenwind für SVP-Bundesrat Ueli Maurer: Die Vereinigung Pro Libertate will sich für den Erhalt der Patrouille Suisse engagieren – falls nötig mit einer Volksinitiative.

Die Vereinigung Pro Libertate ist «empört über die Absicht des Bundesrates, die Patrouille Suisse in Frage zu stellen», wie es im Communiqué hiess. Eine Abschaffung der «offiziellen Jet-Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe» sei nicht akzeptabel.

Die Patrouille Suisse gelte als Visitenkarte der Schweizer Armee. Ihre Aufgabe sei es, die Leistungsfähigkeit, Präzision und Einsatzbereitschaft der Luftwaffe zu demonstrieren. Junge Menschen motiviere sie für Berufe rund um die Aviatik.

Entschieden ist noch nichts

Verteidigungsminister Ueli Maurer hatte in der nationalrätlichen Sicherheitskommission bekanntgegeben, dass die in Aviatikkreisen renommierte und beliebte Staffel mit den rot-weissen Flugzeugen 2016 zum letzten Mal aufsteigen zu lassen. Grund ist, dass die von der Staffel geflogenen F-5-Tiger ausgemustert werden sollen. Entschieden ist laut VBS noch nichts. Solange der geplante Kauf der 22 Gripen-Kampfjets politisch nicht abgeschlossen sei, lasse sich nicht sagen, wann die F-5-Tiger ausgemustert werden, hiess es im VBS. Einen Teil der F-5-Tiger für die Patrouille Suisse zu behalten, komme wegen der hohen Betriebskosten nicht in Frage.

1964 gegründet

Die 1964 gegründete Patrouille Suisse zeigt ihr fliegerisches Können seit Mitte der 90er-Jahre in Formationen mit bis zu sechs Maschinen dieses Typs. Für das VBS ist nicht ausgeschlossen, dass die Luftwaffe ihr fliegerisches Können weiterhin demonstrieren kann – aber mit F/A-18-Kampfjets oder dem neuen Gripen E.

Aus dem VBS hiess es zudem, Maurer werde die Sicherheitspolitischen Kommissionen der Räte in eine allfällige Abschaffung der Patrouille Suisse einbeziehen. Im Dezember 2012 überwies das Parlament zudem eine Motion, die verlangt, dass die Räte bei der Liquidation von Rüstungsgütern mitreden können.

17.2.2013