Sanierung und Aufwertung im Kultur- und Naturraum Heitern Zofingen

Die Tierparkanlage Heitern, der sogenannte "Hirschpark", entspricht nicht mehr ganz den heutigen Standards einer zeitgemässen und artgerechten Tierhaltung. Der Stadtrat hat sich darum intensiv mit der Entwicklung des Hirschparks auseinander gesetzt. Dessen Sanierung soll nun in ein Zukunftskonzept für den gesamten Kultur- und Naturraum Heitern einbezogen werden.

Die geltenden Tierschutzvorschriften hinsichtlich des Flächenangebots werden im Hirschpark Zofingen auf dem Heitern zwar eingehalten, aber das Konzept betreffend Gesamtanlage, Tierhaltung, Präsentation der Tiere sowie pädagogischen Zielen ist veraltet. Die Gehege müssten so gebaut und eingerichtet sein, dass sich die Tiere darin arttypisch verhalten können. Im Hirschpark ist das entsprechende Strukturangebot nicht vorhanden. Im Vergleich zu modernen Anlagen fehlt auch die Attraktivität für die Besucherinnen und Besucher, und es bestehen Mängel in Bezug auf die Sicherheit der Tierwärter.

Der Hirschpark sollte nach den Vorstellungen des Stadtrates nach zeitgemässen Grundsätzen der Tiergartenbiologie für die Tiere sowie die Besucherinnen und Besucher attraktiver gestaltet werden. Zu diesem Zweck erstellte das Landschaftsarchitekturbüro pg landschaften im Auftrag des Stadtrates die Konzeptstudie "Kultur- und Naturraum Heitern – Entwicklungsvision 2025". Es handelt sich um eine Vision mit einem modernen und in dieser Form einzigartigen Ansatz, welche die gesamte Landschaft Heitern in ihre Überlegungen einbezieht. Der Tierpark wird als integraler Bestandteil dieser Landschaft verstanden. Dies sowohl räumlich wie auch thematisch. Heutige Tierparkkonzepte zeigen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und fördern das Verständnis für die vielschichtigen Zusammenhänge in der Natur. Die zusätzliche Strukturierung der Gehege mit Sträuchern und anderen natürlichen Landschaftselementen bietet den Tieren artgerechte Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Eine angepasste Wegführung ermöglicht abwechslungsreiche Einblicke in den Hirschpark. Dabei können auch bestehende Nutzungskonflikte durch Massnahmen der Besucherlenkung entschärft werden.

Die Konzeptstudie erweitert den Blick auf den gesamten Kultur- und Naturraum und setzt sich zum Ziel, bestehende Werte miteinander in Beziehung zu setzen, thematisch zu konzentrieren und gegebenenfalls zu ergänzen. Der Obstsortengarten, als ökologisch und ästhetisch wertvolle Kulturlandschaft, wird ebenso berücksichtigt, wie das Lindengeviert mit seinem Freizeitangebot. Bestehende Nutzungen werden durch die Konzeptstudie nicht in Frage gestellt. Sie sollen in die Entwicklungsvision integriert werden.

Bereits im Jahr 2011 hat der Stadtrat betreffend Sanierung des Hirschparks der Ausarbeitung von verschiedenen Vorprojektskizzen zugestimmt. Noch vor der Umsetzung fiel das Projekt den Sparbemühungen des Stadtrates zum Opfer. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits interessante Kontakte zu möglichen Sponsoren vorhanden. Konkrete Resultate konnten allerdings situationsbedingt keine erzielt werden. Der Stadtrat hat nun entschieden, das Büro pg landschaften in Sissach mit der aktiven Suche nach Sponsoren zu beauftragen.

Pascal Gysin vom Büro pg landschaften geht aufgrund seiner langjährigen Erfahrung mit Projekten mit zielverwandter Ausrichtung und deren Finanzierung davon aus, dass sich vor dem Hintergrund der Einzigartigkeit des Projekts "Kultur- und Naturraum Heitern" und dessen zu erwartender Ausstrahlung in die ganze Schweiz und darüber hinaus Sponsoren für die Finanzierung finden lassen. Im Büro pg landschaften steht ausgewiesenes Fachwissen zur Verfügung sowohl für die Gestaltung von Zooanlagen wie auch für die Landschaftsarchitektur in Parks und öffentlichen Räumen.

Quelle: Stadt Zofingen

16.3.2017