Sperrzone im Birrfeld nach Pferdekrankheit wieder aufgehoben

Infektiöse Anämie bei Pferden

Seit Juli durften Pferde das Birrfeld nicht mehr verlassen. Diese Sperre ist nun aufgehoben.

Drei Monate nach einem Fall der Pferdekrankheit Infektiöse Anämie in einem Stall auf dem Birrfeld hat der Aargauer Veterinärdienst die Sperrzone im Gebiet aufgehoben. Alle Pferde seien ein zweites Mal negativ getestet worden, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Nach drei Monaten Quarantäne dürfen die Tiere das Gebiet wieder verlassen, auf dem Birrfeld darf wieder geritten werden.

Nachdem in Mülligen bei einem Polo-Pferd die Infektiöse Anämie festgestellt worden war, hatte der kantonale Veterinärdienst am 10. Juli ein Sperrgebiet rund um den betroffenen Bestand eingerichtet. Alle in diesem Gebiet gehaltenen Pferde wurden untersucht.

Das infizierte Tier wurde eingeschläfert. In der Zwischenzeit sind gemäss Behördenangaben keine weiteren Fälle der Tierseuche aufgetreten. Bei einer zweiten Blutuntersuchung wurden alle Pferde im Sperrgebiet negativ getestet.

Wo hat sich das Pferd angesteckt?

Wo das erkrankte Tier mit dem Virus infiziert wurde, sei weiterhin nicht ganz klar, erklärt die stellvertretende Kantonstierärztin Barbara Thür gegenüber SRF. Auch nicht klar ist, wie lange es die Krankheit bereits in sich trug. Das Pferd stamme ursprünglich aus Südamerika und sei über Umwege in die Schweiz gelangt.

Das Virus weise Ähnlichkeiten auf mit jenen Proben, welche bei erkrankten Pferden in Deutschland genommen wurden. Das Tier vom Birrfeld sei ab und zu auf einer Winterweide in Deutschland gewesen. Deshalb sei eine Ansteckung dort möglich.

Konsequenzen befürchten müssen laut Thür weder Pferdehalter noch Importeur. Der Test auf Infektiöse Anämie sei nicht vorgeschrieben, der Halter habe das Polo-Pferd freiwillig getestet. Nur so sei der Fall überhaupt entdeckt worden.

Ungefährlich für den Menschen

Bei der Infektiösen Anämie handelt es sich um eine Virusinfektion bei Pferden und anderen Einhufern wie zum Beispiel Eseln und Maultieren. Für die Krankheit gilt eine Meldepflicht. Für den Menschen und andere Tierarten ist die Krankheit ungefährlich.

Die Krankheit mit akutem oder chronischem Verlauf führt zu Fieberschüben, Leistungsabfall, Abmagerung und hochgradiger Blutarmut. Oftmals sind infizierte Pferde im chronischen Stadium und zeigen keine Symptome, weshalb mögliche Krankheitsanzeichen nur schwer feststellbar sind.

Quelle: SRF

7.10.2017