Stadt Zofingen setzt auf Exchange aus der Cloud

Im Rahmen der «IT-Strategie 2016 – 2020» beantragt der Stadtrat Zofingen beim Einwohnerrat einen Kredit von 450'000 Franken. Das geschieht, nachdem der Einwohnerrat vor fünf Jahren schon einmal einen Rahmenkredit von 1,55 Millionen Franken für eine Erneuerung der IT-Infrastruktur bewilligt hat, schreibt das 'Zofinger Tagblatt'.

Neben der Erneuerung der Server- und Speicherinfrastruktur soll künftig auch der gesamte Betrieb und die Bewirtschaftung des Mail-Servers ausgelagert werden. Verwendet werden soll Microsoft Exchange aus der Cloud, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. Allerdings greift man dazu nicht auf die Azure-Plattform zurück, sondern wird eine «Public Cloud» nutzen, deren Anbieter mit einem physischen Datenspeicher in der Schweiz präsent sein muss, wie die Stadt in einem ausführlichen Beschrieb festhält und auf Anfrage bestätigt. Um den Datenschutz zu garantieren, werde ausserdem die Cloud-Kommunikation verschlüsselt abgewickelt.

Sollte der Kredit gesprochen werden, werden die Berater von BrainConsult, mit denen die Strategie erarbeitet wurde, auch die Offerten einholen. So will Zofingen künftig beispielsweise auch bei den zentralen Speichersystemen vermehrt auf Software, statt auf Hardware setzen. Es sollen neben den bereits virtuell betriebenen 45 Servern und rund 220 Arbeitsplätzen auch die Speicherlandschaft mit neuer Technik einfacher ausbaubar gemacht werden. Nötig ist das nicht nur, weil nach vier bis fünf Jahren im Einsatz demnächst deren Lebenszyklus endet, sondern auch, weil wegen des gestiegenen Platzbedarfs eine neue Variante gefragt ist. Diese soll mit einer hyperkonvergenten Infrastruktur auf der Basis von NAS-Speichern gebaut werden.

Neben diversen anderen Erneuerungen ist zudem geplant, die Clients auf Windows 10 umzustellen und ab 2018 auch Office 2016 einzuführen.

Der Einsatz von Cloud-Lösungen durch die öffentliche Hand ist immer noch mit komplexen juristischen, datenschützerischen und technologischen Fragen verbunden, dies zeigte kürzlich eine Konferenz zum Thema.

Quelle: Inside-IT

3.10.2016