Systemänderung für Studenten-Stpendien im Aargau?

Sollen die Studenten, die im Kanton Aargau zu Hause sind, weniger Stipendien erhalten? Dafür gäbe es mehr Darlehen? So schlägt es die Aargauer Regierung im neuen Stipendiengesetz vor. Eine Mehrheit des Parlamentes steht hinter der Idee.

Die Systemänderung würde Studierende der Tertiärstufe betreffen. Das sind Studierende an Universitäten, Fachhochschulen oder pädagogischen Hochschulen.

• 2016 hat der Kanton Aargau 1112 Studierende der Tertiärstufe mit Stipendien unterstützt, mit total rund 9 Millionen Franken.

• Nun soll ein Drittel der Stipendien in Darlehen umgewandelt werden. Die Studierenden müssten diese nach Studienabschluss wieder zurückzahlen.

• Dies ergäbe für den Kanton eine Einsparung von 3 Millionen Franken.

Mit 74 zu 56 Stimmen unterstützt der Grosse Rat diese Systemänderung. Widerstand gab es vor allem von der Ratslinken. Es würde dazu führen, dass nur noch wohlhabende studieren könnten.

Andere Kantone seien bezüglich Stipendien viel grosszügiger. Selbst der Regierungsrat gibt in seiner Botschaft zu, «dass der Kanton Aargau im Stipendienwesen fortan den letzten Rang belegen wird».

Die Befürworter machten vor allem den Spareffekt von 3 Millionen Franken geltend. Zudem seien die Darlehen nicht ungerecht, schliesslich könne ein Studienabgänger mit einem höheren Lohn rechnen als ein Lehrabgänger. Es sei also unproblematisch, dass der Studienabgänger einen Teil der Unterstützung wieder zurückzahlen müsse.

Das Parlament hat die Vorlage nicht zu Ende diskutiert. Im November wird entschieden.

Quelle: SRF

27.9.2017