Aargauische Gebäudeversicherung weist Verlust von 70 Millionen aus

Jean Paul Getty

Reich ist man erst dann, wenn man sich in seiner Bilanz um einige Millionen Dollar irren kann, ohne dass es auffällt.

Jean Paul Getty

AGV Aargauer Gebäudeversicherung

AGV Aargauer Gebäudeversicherung

Bild ZVG AGV

Obwohl die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) im Jahr 2018 einen unterdurchschnittlichen Schadensverlauf verzeichnen konnte, resultierte aufgrund der negativen Entwicklung an den Kapitalmärkten ein Minus von insgesamt 70 Millionen Franken.

Die Kommission für öffentliche Sicherheit (SIK) nimmt Kenntnis vom negativen Ergebnis 2018 und heisst den Geschäftsbericht 2018 gut.

Unterdurchschnittliches Schadensjahr, aber auch unterdurchschnittlicher Kapitalertrag

Nach dem letzten überdurchschnittlichen Schadensjahr 2017 verzeichnete die AGV einen unterdurchschnittlichen Schadensverlauf im letzten Berichtsjahr.

Einzig das Sturmtief Burglind sowie die starken Gewitter im Mai fielen schadensmässig gross aus. So betrug die Gesamtsumme für Elementarschäden nur 32,6 Millionen Franken gegenüber knapp 78,0 Millionen Franken im Jahr 2017. Dafür fiel die Schadensumme bei den Feuerschäden mit 24,0 Millionen Franken um 7,0 Millionen Franken höher aus als im Vorjahr.

Im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2017 konnten die Schäden nicht durch gute Erträge auf dem Finanzmarkt kompensiert werden. Die allgemein negative Entwicklung an den Börsen war sogar zu einem grossen Teil für das schlechte Ergebnis der AGV 2018 verantwortlich.

Negative Ergebnisse auch bei der Gebäudewasserversicherung und bei den Unfallversicherungen

Das schlechte Börsenjahr hinterliess seine Spuren auch bei der freiwilligen Gebäudewasserversicherung und bei der Kantonalen Unfallversicherung. Beide Sparten schlossen ebenfalls mit einem Negativergebnis von minus 11,1 Millionen Franken und minus 11,0 Millionen Franken ab.

Keine Gewinnablieferung an den Kanton

Aufgrund der negativen Ergebnisse muss die AGV 2018 keinen Gewinnanteil an den Kanton ausschütten.

Die Kommission nimmt die Ergebnisse zur Kenntnis und genehmigt den Jahresbericht einstimmig. Wohlwollend nimmt sie die Bestrebungen nach einer gemeinsamen Beschaffungsplattform im Feuerwehrwesen zur Kenntnis, ein Anliegen, welches schon seit Jahren im Raum stand.

Die Vorlage wird voraussichtlich Ende Juni im Grossen Rat beraten.

Quelle: Kanton Aargau

7.6.2019

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