Sicherheitsdienstleistungen für Bundesasylzentren neu ausgeschrieben

Dr. phil. René Steininger

Im Asyl wartet der Flüchtling auf seine Beförderung zum Touristen.

Dr. phil. René Steininger

Für die Sicherheit in und teilweise auch um die Bundesasylzentren beauftragt der Bund private Sicherheitsunternehmen. Das Staatssekretariat für Migration schreibt nun das Mandat für diese schweizweit zu erbringenden Sicherheitsdienstleistungen neu aus, da die bestehenden Verträge Ende dieses Jahres auslaufen. Die Ausschreibung wird heute publiziert. Die Eingabefrist läuft am 25. Juli 2019 ab.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) betreibt schweizweit in sechs Asylregionen Bundesasylzentren (BAZ). Für die Kontrollen auf den Arealen, innerhalb der Gebäude und für die Aussenpatrouillen benötigt das SEM deshalb Sicherheitsdienstleistungen von privaten Anbietern. Die bestehenden Verträge laufen Ende dieses Jahres aus, Gegenstand der Ausschreibung sind daher schweizweite Sicherheitsdienstleistungen in allen Bundesasylzentren vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2021. Die Rahmenverträge können optional zwei Mal um drei Jahre verlängert werden, maximal jedoch bis zum 31. Dezember 2027.

Flüchtlingskinder

Flüchtlingskinder

Symbolbild. Bild Pixabay

Die Ausschreibung erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des öffentlichen Beschaffungswesens und ist auf der elektronischen Beschaffungsplattform www.simap.ch publiziert. Die Unterlagen enthalten ein ausführliches Pflichtenheft, einen Vertragsentwurf sowie Angaben zu den Qualitätsanforderungen. Im Rahmen der Eignung müssen die Anbieter insbesondere darlegen, dass sie über ausreichende personelle Ressourcen verfügen, um den Auftrag ergebnisorientiert und zeitgerecht zu erfüllen.

Den Angeboten sind zudem Konzepte zur Schwankungstauglichkeit sowie zur Schulung und Weiterbildung der Mitarbeitenden beizulegen. Das SEM legt dabei ebenfalls Wert auf die Förderung der Mitarbeitenden im Bereich der interkulturellen Kompetenz. Bei der Gewichtung der Zuschlagskriterien wird den qualitativen Aspekten ein hoher Stellenwert beigemessen. Neben Referenzprojekten werden insbesondere die Kompetenzen der Objektbetreuer berücksichtigt.

Das SEM ist für den Betrieb der Bundesasylzentren verantwortlich. Für die Sicherheit in der Anlage und in ihrem Umfeld beauftragt der Bund private Sicherheitsunternehmen – er achtet dabei immer auf einen schonenden Mitteleinsatz der öffentlichen Gelder, der den tatsächlichen Sicherheitsbedürfnissen vor Ort unter Einbezug der zuständigen kantonalen Behörden angemessen Rechnung trägt. Auch für die Betreuung der Asylsuchenden beauftrag der Bund private Unternehmen. Diese sind für alle Bereiche des Alltags zuständig, organisieren die Abläufe in der Unterkunft und koordinieren auch die gemeinnützigen Arbeitseinsätze.

Quelle: Staatssekretariat für Migration

5.6.2019

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